Projekte in Arbeit

Hier werden laufende Projekte dargestellt, mit deren Umsetzung bereits begonnen wurde.

2017
Projekt: Brunnenbohrung , Wasser-Pumpe, Wassertank (Zisterne)
Die vorgefundene Ausgangslage:

Unter einem „Brunnen“ habe ich mir als Kind immer einen romantischen, aus alten Steinen gemauerten „Märchen“- Brunnen vorgestellt. Und auch heute stellen wir uns mindestens ein sauber in die Erde eingelassenes bis zu ca 6m langes Rohr vor, um zum Beispiel Wasser für die Bewässerung unseres Gartens zu gewinnen; eine elektrische  Pumpe eines namhaften Herstellers aus dem Baumarkt leistet uns dabei gute Dienste.

Auf den Philippinen sieht das ganz anders aus, und zwar so..:
Es ist ein die Erde gegrabenes, etwa 2m tiefes Loch. Bereits ab dieser Tiefe findet man Grundwasser.

Brunne als Loch in der Erde
…etwas „komfortabler“ sieht es dann so aus..:
Mittels einer an einem Seil an einem Bambusstab befestigten ausgedienten, etwa 1 Ltr. fassenden, alten Konservendose zieht man Dose für Dose das Wasser nach oben.

Kinder am Brunnen

In der „nächst komfortableren“ Ausführung wird das geschöpfte Wasser dann zunächst in einen kunstvoll aufgebauten, aus über- und ineinander gesteckten, mit kleinen Steinen Kies gefüllten, „Vorratsbehälter“ geschüttet, an dessen unteren Ende man  dann das von Schwebstoffen befreite Wasser entnimmt. Trinken darf man es natürlich nicht.

…etwas „kunstvoller“ sieht es so aus…

Ob „kunstvoll“ oder nicht…: NUR hier wäscht man sich. Jeder. Ob klein, ob groß. Ob Junge, ob Mädchen. Ob Mann, ob Frau.

…Wäsche wird von Hand gewaschen…

Einen elektrischen Trockner braucht man hingehen hier nicht; bei einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 30 Grad Celsius und mehr trocknet die  Wäsche „umweltfreundlich“ – innerhalb weniger Stunden – an der Luft.


…und Geschirr natürlich auch…

2017
Projekt: Sanitär-Anlage (WC, Handwaschbecken und Dusche)
Die vorgefundene Ausgangslage:

Im einfacheren (aber noch nicht einfachsten) und allenfalls eher „normalen“ Falle sieht es jetzt für die meisten Menschen so aus..:

Falls ein ummauerter Raum vorhanden ist, das ist aber eher die Ausnahme,  und damit schon der komfortablere Fall,  sieht es zum Beispiel so aus…:

Wer das, wie ich zuvor, noch nie gesehen hat, dem sei das „Verfahren“ des Toilettengangs ganz kurz beschrieben..: Toilettenpapier o.ä. und/oder Wasserspülung, sowie eine Möglichkeit, sich die Hand/Hände unter fließendem Wasser zu waschen, gibt es nicht. Zum „Abwischen“ benutzt man die (linke) Hand (die rechte Hand wird ja u.a. zur Begrüßung benutzt). Danach kann  man die (linke) Hand mit Wasser aus dem Schöpfeimer (den man „danach“ nicht vergessen sollte, für den/die Nachfolger wieder mit Wasser aus dem „Brunnen“ (wie das geht, siehe oben) aufzufüllen), das man zum „Runterspülen“ ohnehin benutzen muss, halbwegs zu waschen.

 

2017
Projekt: fließend Wasser in der Küche
Die vorgefundene Ausgangslage:

Geschirr, Besteck, Kochutensilien  und alles, was man in der Küche so braucht,  um Essen halbwegs einwandfrei zubereiten und essen zu können, muss anschließend abgewaschen werden. Bei uns in Deutschland dreht man im „einfachsten Fall“ dazu „einfach“ den Warmwasserkran auf, lässt eventuell ein paar Liter (kaltes, aber Trink-!)Wasser in den Abfluss laufen, und dann das Spülbecken mit Warmwasser volllaufen, in  das man etwas Spülmittel(konzentrat) gibt. So kenne ich das aus meiner Kindheit und später als Student. Heute stellt man im komfortableren Fall die Geschirrspülmaschine an. So kenne ich das heute.

Auf den Philippinen sieht das Geschirr spülen so aus…

…Bilder werden ausgetauscht…

Die Aufgabe:
Fließend Wasser für WC, Dusche, Küche

Mittels eines anzulegenden ca 6m tiefen Brunnens soll mit Hilfe einer elektrischen Pumpe fließend Wasser aus Grundwasser gewonnen  werden. Dieses soll für den Betrieb eines WC, eines Handwaschbeckens, einer Dusche (Kaltwasser) sowie eine Spülmöglichkeit in der Küche verwendet werden.

Die Durchführung:
Auswahl eines geeigneten Bohrloch-Standortes in Hausnähe
Bohren eines ca 6m tiefen Brunnens in Hausnähe
Beschaffung des Materials
Einlass eines ca 6m langen nichtrostenden Metallrohres in die Erde
Verlegen elektrischer Anschlusskabel einschließlich el. Sicherungen
Anschlussrohre Brunnen-Pumpe anfertigen und anschließen
Rohrlleitungen für Hausanschluss anfertigen und verlegen
Anschluss einer Handpumpe (der Strom fällt oft aus)
Anschluss einer elektrischen Pumpe
Errichtung einer Zisterne für Wasservorrat bei Stromausfall
Verlegung der Rohre zum WC  und in die Küche

Beschreibung, mit Bildern,  folgt in Kürze.

geschätzte Kosten:
ca. 1.500 – 2.000 Euro
monatliche (!) Strommehrkosten (für den Betrieb der Wasserpumpe) ca. 25 – 30 Euro

Wie könnte es weitergehen…?

In einem Folgeprojekt könnte die – zunächst vor Ort zu beschaffende – elektrische Pumpe (i.d.R. chinesischer Bauart und eher minderer „Qualität“-  sie rostet beispielsweise schon nach wenigen Monaten, hat einen vergleichsweise hohen Strombedarf und hohe Geräuschentwicklung) durch eine energiesparende, moderne und qualitativ hochwertige  Pumpe eines namhaften (z.B. deutschen) Herstellers ersetzt weden. Entsprechende Anfragen in Deutschland wurden bereits gestellt.
Und dann…:
Außerdem soll versucht werden,  den Strombedarf durch eine Solaranlage zu decken. Auch hier sollen entsprechende Anfragen an Sponsoren gestellt werden.
geschätzte Kosten:
ca. 3.000 Euro (für: qualtitativ gute Solarmodule, Stromwandler, Akku, Montage)
Dafür entfielen monatliche (!) Strommehrkosten (für den Betrieb der Wasserpumpe) von ca. 25 – 30 Euro.

 

2017 – 2020
Projekt: Mikrokredit Reisfeld (Hilfe zur Selbsthilfe)
Die vorgefundene Ausgangslage:

Die südlichste und größte Insel (der insgesamt rund 7.000 Inseln) der Philippinen, Mindanao, ist geprägt von Reisanbau. Ein für den Reis in der Regel günstiges Klima, warm und feucht (also viel Sonne und auch Regen) ermöglichen den Reisbauern in der Regel zwei Ernten pro Jahr, eine im Frühjahr und eine im Herbst.


Da die Reisbauern von den Erträgen der Ernte sich und ihre Familien bis zur kommenden Ernte ernähren müssen, fehlt es dann, vor allem kurz vor der nächsten Ernte, oft an Geld, zum Beispiel für den unerwartet erforderlichen Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln und für anderes mehr.

Die Aufgabe:
Erwerb eines Reisfeldes

Auf den Philippinen, wie auch in anderen asiatischen Ländern (wie z.B. Thailand), kann ein Ausländer, im Gegensatz zu Deutschland, keinen Grund und Boden erwerben. Damit will man dort einem „Ausverkauf“ des eigenen Landes und einem zu starken Einfluss von Ausländern entgegenwirken. Ein „echter“ Erwerb eines Grundstückes, auch einer landwirtschaftlich genutzten Fläche, ist somit nicht möglich. Dazu bedarf es u.a. auf jeden Fall immer der Mithilfe eines zuverlässigen Inländers, zweckmäßigerweise eines Ortsansässigen, der/die „Land und Leute“ kennt.
Dennoch bleibt auch in einem solchen Fall stets das Risiko des Totalverlustes der Investition. Sie will also gut bedacht sein.

Geschätzte Kosten:  ca. 1.500-2.000 Euro für ein etwa 2 ha (ca. 20.000 qm) großes Reisfeld (einmalig pro  Investment).
Geschätzte Erträge: ca. 300 – 400 Euro pro Jahr (pro  Investment)

Winkler-Foundation