Warum

. . . habe ich die die Dr-Eckart-Winkler-Stiftung gegründet… ?

Als Kind gutbürgerlicher Eltern, wie man wohl landläufig so sagt, jedenfalls sagte man das früher so, bin ich in einer wohlbehüteten, eigentlich müsste es wohlbehütenden heißen, Familie aufgewachsen.  Das war zwar zu Zeiten meiner Kindheit und Jugend noch normaler und häufiger anzutreffen, als heute, aber ich habe das, ehrlich gesagt, doch erst viele Jahre später im Rückblick so wahrgenommen und vor allem bewertet.

Meine Eltern, beruflich selbstständig, haben mich rechtzeitig und hautnah mit „guten und schlechten Zeiten“ vertraut gemacht, wie das ein kleiner „Unternehmerhaushalt“ so mit sich bringt.

Sie haben mir eine gute Schulbildung bis zum Abitur angedeihen lassen (an dem nicht ganz so guten Abschluss war ich selbst nicht ganz unschuldig…), und auch im sich anschließenden Studium, das generell nicht kurz ist, haben sie bis zum Ende durchgehalten, was sie finanziell eine ganze Menge gekostet hat. Das nimmt man in dieser Zeit, wenn auch unbewusst dankbar, halt so hin, ohne, dass es die eigenen Gedanken besonders beschweren würde.

Besonders und richtig zu schätzen wusste ich es aber spätestens dann, als ich anderswo ganz andere Lebensumstände sah und miterlebt habe.

In meinem Fall begann es im Jahre 2012, als ich das erste Mal auf die Philippinen kam. Die Eindrücke einer für mich, bis dahin, unbekannten Welt, vor allem der dort lebenden Menschen, beindruckten mich sehr. Der Kontrast zwischen den dortigen Lebensverhältnissen und unseren in Deutschland war (und ist) gewaltig.

Nach und nach wagte ich mich in einige von der Hauptstadt Manila, auf deren Internationalen Flughafen ich zunächst landete, in weiter entfernt liegende Landesteile. Das geht nur mit dem Flugzeug, da sich die geografische Ausdehnung der, aus rund 7.200 Inseln bestehenden, Philippinen von Nord nach Süd ungefähr die von Europa hat, auf der Karte „von ganz oben bis nach ganz unten“, so dass „weiter entfernt“ in meinem Falle mindestens irgendetwas zwischen 1.000 und 2.500 km bedeutete.

Schon in den Großstädten, wie Manila, Cebu oder Davao, fiel mir der krasse Kontrast vom Leben im Zentrum und in den, gleich daran angrenzenden ärmlichen, Randbezirken auf.

Je weiter ich aus der Stadt herauskam, um so „schlimmer“ empfand ich es.

Ich bin dann auf Mindanao gelandet, der südlichsten Insel der Philippinen, und dort in der Provinz Cotabato, das liegt etwa 200 km südwestlich von Davao, der nach Manila zweitgrößten Stadt auf den Philippinen (der jetzige, in demokratischen Wahlen, die ich selbst vor Ort „live“ miterlebt habe, gewählte Präsident Rodrigo Duterte kommt aus dieser Stadt).

Ich erinnere mich noch an meinen ersten Eindruck, als ich der Provinz Cotabato ankam, und dachte: Hier ist das „Ende der Welt“.

Landschaftlich ist es wirklich wunderschön, und die Menschen sind unglaublich herzlich und sehr (auch gast-)freundlich. So war es schließlich für mich doch nicht „das Ende der Welt“, sondern eher der Anfang einer für mich neuen Welt.

Zurück in meiner „alten Welt“,  in Deutschland, und jedes Mal, wenn ich in meinem deutschen Zuhause einen der Warm- oder Kaltwasserhähne aufdrehe, als Kind hat man das ja noch viel gedankenloser gemacht, als heute, wo wir angehalten werden und lernen, Wasser und Energie zu sparen, habe ich seitdem das Bild vor Augen von Menschen, die ich kennen gelernt habe, die das Wasser – zur gleichen Zeit – mit einer an einem Seil befestigten großen Konservendose aus einem Erdloch ziehen. Das Erdloch nennen sie Brunnen. Das Wasser dient nur zum Waschen. Trinken darf man es nicht.

Ein Trinkwasser-Tankwagen kommt – hoffentlich – täglich einmal vorbei, bei ihm kann man Trink-Wasser kaufen und in Kanister abfüllen.
Es erinnert mich zwar an den Milchmann, der in meiner Kindheit auch täglich herumfuhr, und bei dem man frische Milch kaufte. Kein Problem hätte es aber gegeben, wenn er einmal nicht gekommen wäre, dann hätten wir auch schon damals einfach Wasser „aus der Leitung“ trinken können. Dass man so etwas auch in der heutigen Zeit auch in fast ganz Europa, außer bei uns in Deutschland, nicht kann, weiß man, seit man andere, vor allem südliche, Länder, wie z.B. Spanien, im Urlaub bereist hat. Und dennoch ist es ja auch dort – für uns – anders: Wir kaufen uns für die wenigen Wochen Urlaub halt ein paar Flaschen Mineralwasser im Supermarkt vor Ort, und wir haben das Problem gelöst.

Es ist dies nur ein Beispiel, was mich sehr bewegt hat, weitere Beispiele werde ich Ihnen bei „Projekt-Ideen“ vorstellen, auch anhand von – aktuellen – Bildern.

Vielleicht können Sie dann meine Gedanken nachvollziehen, was mich antreibt.

Mir erging es eigentlich in meinem  bisherigen Leben im Rückblick immer  ganz gut, vor allem eben auch durch die unermüdliche und langjährige „Start-Hilfe“ meiner Eltern in jungen Jahren.

Anderen, vor allem eben Kindern, erging und ergeht es in einem Land wie den Philippinen weniger gut.

Da kann ich vielleicht – ein bisschen – helfen.

Und..: Wenn  SIE wollen, SIE auch !

Wenn Sie mehr wissen oder helfen  wollen, schreiben Sie mir gern. Nutzen Sie dazu einfach das Formular unter „Kontakt“. Ich freue mich – auch, wenn Sie mithelfen wollen – auf Ihre Nachricht.

 

Winkler-Foundation